6 Effiziente Methoden zur Ideenfindung im Team

innovation im unternehmen fördern um Wettbewerbsfähigkeit und Performance-Verbesserung am Markt zu schaffen.

Gute Ideen entstehen nicht durch Zufall

Müssen wir für jede gute Idee auf einen Geistesblitz warten? Nein! Sie können methodisch und zielgerichtet generiert werden. Wie? Mit einem guten System und den richtigen Denkanstößen. 

Der Begriff “Brainstorming” ist von dem indischen Mantra “using the brain to storm a problem” abgeleitet, was den Prozess der Ideenfindung ziemlich gut auf den Punkt bringt: Wir betrachten und analysieren eine Problemstellung von allen Seiten und lassen dann der Kreativität freien Lauf, um mögliche Lösungen zu finden. Beim Brainstorming zählt vor allem Quantität statt Qualität, denn wir wollen erst einmal frei denken – Das Verfeinern und Perfektionieren der Idee kommt später.  

So einfach, wie es klingt, ist es aber leider nicht ganz. Denn die Ideen stammen nicht von Maschinen, sondern von Menschen mit unterschiedlichen Charaktereigenschaften, Denkweisen und Hintergründen. Fast alle Teams stehen beim Brainstorming deshalb vor mindestens einem der folgenden Probleme.  

Diskussionen geraten aus dem Gleichgewicht oder schweifen ab

Gerade wenn im Team einige laute, extrovertierte Mitglieder und einige ruhigere, introvertierte Mitglieder sind, werden die Ideen der stillen Mitglieder schnell übergangen. Genauso kann es passieren, dass man sich in hitzigen Diskussionen um Details verheddert und dabei das eigentliche Ziel aus den Augen verliert. Brainstorming-Methoden, die diesem Problem entgegenwirken, sind zum Beispiel:  

Brainwriting: Diese nonverbale Brainstorming-Methode eignet sich sehr gut, um alle Mitglieder aktiv einzubringen. Jede Person schreibt dabei eine bis drei Ideen auf unterschiedliche Zettel und gibt diese an den Nachbarn weiter. Dieser fügt dann zu jeder Idee weitere Unterpunkte und Überlegungen hinzu, bevor er den Zettel weitergibt. Jeder Teilnehmer durchdenkt also alle Ideen – Keiner geht in der Diskussion unter. 

Round-Robin: Bei dieser Brainstorming-Methode muss jeder Teilnehmer mindestens eine Idee beitragen, bevor die Gruppe Feedback, weitere Ideen oder Fragen einbringen darf. Das sorgt nicht nur dafür, dass auch die Ideen der stillen Mitglieder Gehör finden, sondern wirkt auch dem Ankereffekt entgegen. Damit die Methode funktioniert, ist allerdings genügend Vorbereitungszeit nötig.  

Der Ankereffekt

Beim Brainstorming passiert es schnell, dass die Teammitglieder sich an der ersten genannten Idee orientieren und andere Ansätze im Keim erstickt werden. Um das zu verhindern, eignen sich unter anderem diese Brainstorming-Methoden: 

Crazy 8: Diese Methode dient der schnellen Ideenfindung ohne gegenseitige Beeinflussung der Gruppe. Jeder Teilnehmer bekommt 8 Minuten Zeit, um 8 Ideen zu einem bestimmten Thema aufzuschreiben. Bei großen Gruppen ist es sinnvoll, die Zeit und die Ideenanzahl zu reduzieren. Erst im Anschluss werden alle Ideen im Team vorgestellt und besprochen. Dabei gilt: Eine Flut alberner Ideen ist deutlich besser als gar keine Ideen! 

Eidetic Image (geistiges Abbild): Die Methode funktioniert vor allem für visuelle Denker und zur Verbesserung bestehender Produkte und Lösungen. Zu Beginn schließen alle Teilnehmer die Augen und stellen sich ein Bild eines Produkts vor: Zum Beispiel ein Smartphone. Anschließend diskutiert die Gruppe die Ergebnisse. Im nächsten Schritt schließen erneut alle die Augen und stellen sich jetzt bildlich vor, welche neuen Funktionen und Änderungen sie dem Produkt verpassen würden, bevor sie in der Gruppe darüber sprechen. So werden Schritt für Schritt mögliche Verbesserungen durchgegangen. 

Fehlende Ideen, oder: Betretenes Schweigen

Dieses Problem hat sicher jeder schon mal erlebt. Wenn das Team beim Brainstorming nicht in den Flow kommt, liegt das meist an mangelnder Vorbereitung. Manchmal braucht es einfach mehr Zeit, um das Problem zu verstehen oder eine deutlichere Zielsetzung. Darüber hinaus können diese Brainstorming-Methoden helfen, die Kreativität anzukurbeln:  

Umgekehrtes Brainstorming: Manchmal wirkt ein bisschen wohl kalkuliertes Chaos Wunder für die Kreativität. Beim umgekehrten Brainstorming sucht das Team nicht nach Lösungen, sondern fragt: „Wodurch führen wir ein bestimmtes Problem herbei?” So entsteht eine ganz neue Sichtweise auf das Thema. 

Wünschen: Es ist so einfach, wie es klingt. Um die Kreativität in Schwung zu bringen, formulieren die Mitglieder die Lösung einfach als Wunsch: “Ich wünschte, unser Produkt wäre biologisch abbaubar”. So erlangt das Team Klarheit über das gemeinsame Ziel und kann dann anfangen, zu überlegen, wie der gewünschte Zustand erreicht werden kann. 

Welche Methode ist die richtige?

Die eine perfekte Methode gibt es nicht – Es hängt immer davon ab, wie die Menschen im Team denken und zusammenarbeiten. Sind viele introvertierte Mitglieder dabei, die man erst aus der Reserve locken muss? Denken viele der Mitglieder visuell oder eher verbal?  

Die einzige sichere Lösung ist, das Team zu verstehen und verschiedene Methoden zu verwenden, damit jeder Charakter früher oder später glänzen kann. Gleichzeitig fördert diese spielerische Herangehensweise die Kreativität und senkt die Hemmung, neue Vorschläge einfach auszusprechen. Ideenfindung im Team kann eine echte Herausforderung sein, aber zu großartigen Ideen führen, auf die man alleine nicht gekommen wäre.

Du möchtest mehr über Ideenfindung im Team erfahren oder brauchst Hilfe, die Methoden bei euch umzusetzen? Melde Dich jederzeit bei uns!

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