Kreativität entfesseln: Wie Design-Thinking-Workshops die Innovationskultur in Ihrem Unternehmen beleben können– 6 einfache Schritte, um Innovation zu fördern

Innovation aus Design Thinking bei alstrio in Workshop Format - Ideen methodisch generieren

Wie fördere ich Innovation am besten im Unternehmen

Leichter gesagt als getan – oder?

Es lohnt, Fortschritt möglichst effektiv zu gestalten. Das Etablieren einer Innovationskultur innerhalb des Teams, die Rahmen für neue Ideen schafft, unterstützt Unternehmen bei dem Schritt in die Innovation.

Ein geeigneter Ansatz die Innovationskultur im Unternehmen zu fördern, ist Design Thinking. Kreativität und Zusammenarbeit stehen im Fokus – Herausforderungen der Zielgruppe sollen identifiziert werden, um möglichst passgenaue Lösungsansätze zu entwickeln. Diese Methode zur Förderung von Innovation und Kreativität in Unternehmen durch einen strukturierten, nutzerzentrierten Ansatz. Der Design-Thinking-Prozess konzentriert sich darauf, die Bedürfnisse und Probleme der Zielgruppe tiefgreifend zu verstehen und maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Der Ansatz basiert auf der Zusammenarbeit interdisziplinärer Teams und Anwendung von Kreativität auf die Herausforderungen der Zielgruppe einzugehen. Die Methode fördert eine offene Innovationskultur, die auf Offenheit, Interdisziplinarität und kontinuierliche Verbesserung setzt, und hilft Unternehmen, im Wettbewerb durch relevante und innovative Lösungen zu bestehen. Design Thinking ist nicht als einmalige Initiative, sondern als fortlaufender Prozess zu verstehen, der durch regelmäßige Workshops und die Integration seiner Prinzipien in die tägliche Arbeit die Innovationskultur in Unternehmen nachhaltig beleben kann.

Durch das Hosten von Design-Thinking-Workshops, kann eine offene Kultur der kontinuierlichen Ideenfindung und aktiven Problemlösung im Unternehmen geschaffen werden. Denn: Gute Ideen können methodisch generiert werden. Als kreative Methode der Innovationsentwicklung, die sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe orientiert, findet Design Thinking seinen Ansatz.

Was ist Design Thinking?

Design Thinking wird dazu genutzt, zielgerichtet innovative Lösungen zu generieren. Es unterstützt Organisationen in ihrer Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, indem es einen Rahmen schafft, aktiv und direkt auf Veränderungen zu reagieren. Kreativität steht im Fokus und Risiken werden aktiv minimiert.

Mindmaps sind eine gängige Technik um Ideen strukturiert zu sammeln und Zusammenhänge zu finden.

Design Thinking als Methode

Als Methode kann Design Thinking in verschiedensten Bereichen, von Produktentwicklung bis zur Dienstleistungsgestaltung und darüber hinaus, genutzt werden. Ziel ist es, Herausforderungen und Probleme der Zielgruppe in einem nutzerzentrierten Ansatz zu identifizieren und analysieren. Hier soll ein tiefgreifendes Verständnis für die Nutzer und deren Umfeld gewonnen werden, um Produkte, Prozesse und Dienstleistungen so zu gestalte, dass sie wirklich von Nutzen sind und einen attraktiven Mehrwert bieten. Probleme werden strategisch direkt dort angegangen und behoben, wo sie entstehen.

Design Thinking lebt von den Partizipierenden. Im Wesentlichen ist unerheblich welchen Hintergrund die Teilnehmenden haben, es ist sogar sehr wertvoll, wenn sich das Team aus möglichst unterschiedlichen Charakteren zusammensetzt. Entsprechend spielt bei der Zusammensetzung des Teams die Stelle der Hierarchieebene, private Hintergründe, Interessen und Expertisen keine direkte Rolle. Jede Perspektive kann ein wertvolles Asset für den Design-Thinking-Prozess darstellen. Wichtig ist Offenheit für verschiedene und neue Ideen, sowie Offenheit gegenüber der Zusammenarbeit mit anderen Menschen.

Der Design-Thinking-Prozess

Design Thinking folgt sechs Phasen: Verstehen der Problemstellung, Beobachten der Zielgruppe, Ideenfindung, Prototyping, Testen und Iteration, die zusammen einen strukturierten, nutzerzentrierten Ansatz bilden, um kreative und innovative Lösungen zu entwickeln.

1. Verstehen

Der Design-Thinking-Prozess beginnt mit dem Verstehen der Problemstellung und daraus resultierender Problematiken. Dazu eignet sich eine Recherchephase zu Beginn, um das Problem genau zu definieren. Dabei sollte die Problemstellung aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und analysiert werden, um tatsächlich in der Lage zu sein später die optimale Lösung zu finden.

2. Beobachten

User-Centered Design (UCD) wird nicht nur im Rahmen von Design Thinking angewendet, sondern auch in weiteren Bereichen, wobei stets der Produktnutzer im Mittelpunkt steht. Design Thinking integriert diesen Ansatz besonders effektiv, indem der Schwerpunkt der Forschung auf den Bedürfnissen und Erfahrungen der Nutzer liegt. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht nur auf aktuelle Anwender, sondern auch auf potenzielle Nutzer, die von dem Produkt profitieren könnten. Diese strategische Ausrichtung berücksichtigt Personen, die aufgrund ihrer spezifischen Probleme von dem Produkt profitieren könnten, selbst wenn sie noch nicht zur Zielgruppe gehören. Kenntnisse, die aus dieser Phase der Observation gezogen werden können, sind besonders wertvoll für den weiteren Prozess. Eine genaue Dokumentation hilft im Verlauf die Rekonstruktion der beobachteten Situation.

3. Synthese

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass das gesamte Team Zugang zu allen relevanten Informationen hat und auf demselben Kenntnisstand ist. Die effektivste Methode hierfür ist, dass jedes Mitglied seine Erkenntnisse präsentiert und diese, wenn möglich, direkt mit der Problemstellung verbindet. Dieses Vorgehen sorgt nicht nur dafür, dass das Team über einen einheitlichen Wissensstand verfügt, sondern ermöglicht auch die direkte Verknüpfung der gesammelten Daten mit ersten Lösungsansätzen und der Problemstellung. Eine offene Atmosphäre fördert zudem, dass die Teilnehmenden ihre Beobachtungen auch im Austausch miteinander verknüpfen können. Nach der Sammlung aller Eindrücke kann diese Verknüpfung fortgeführt werden, wobei wichtige Erkenntnisse hervorgehoben und zunächst als irrelevant betrachtete Informationen vorläufig beiseitegelassen werden. Wichtig ist, das Gesamtbild im Auge zu behalten und gegebenenfalls zu den anfangs als uninteressant eingestuften Daten zurückzukehren, um deren Relevanz endgültig zu bewerten. Erste Bereiche für mögliche Innovationen können sich hier bereits abbilden.

4. Ideengenerierung

Sind alle relevanten Daten gesammelt, kann die Ideensammlung zur Problemlösung konkretisiert werden. Ideen sollen aus den gesammelten Erkenntnissen generiert werden. Dazu können geeignete Techniken genutzt werden, wie das Brainstorming. Brainstorming ist besonders zur Ideenfindung im Design-Thinking-Prozess geeignet, da anhand der bestehenden Problemstellung und den gesammelten Daten gemeinsam Fragen abgeleitet werden können, die es zu beantworten gilt. Die Teilnehmer können während des Brainstorming Prozesses Ideen entwickeln, die aufeinander aufbauen können und sich dadurch untereinander voranbringen. Beim Design Thinking ist eine visuelle Form des Brainstormings besonders effektiv – diese erlaubt dem Team Ideen einfach weiterzuentwickeln. Entstehende Ideen werden jedoch noch nicht zur Lösung des Problems genutzt, sondern dienen ihrerseits als Stoff neuer Ideen. Die Kernfrage und das Ursprungsproblem werden stets im Blick behalten und es wird sich immer dichter herangearbeitet.

5. Prototyping

Schnelles und iteratives Prototyping  lässt sich beim Design Thinking nicht umgehen. Ein Prototyp, dient der Beantwortung einer Frage. Die Grundfrage kommt bereits zu Beginn des Prozesses auf, mit der Definition des Problems. Weitere Fragen werden bei der Ideensammlung generiert. Prototypen können klare Antworten schaffen. Beim Design Thinking ist nicht wichtig, dass die Prototypen zu Beginn besonders ausgereift sind, sondern vor allem die Fragen beantworten und neue Denkanstöße bieten. Einfache Papier- oder Pappmodelle, Knet-Bildnisse oder 3D-Druck gefertigte Prototypen können helfen, in iterativen Schleifen kontinuierlich voranzukommen und möglichst schnell von der Idee zum funktionsfähigen Prototyp zu gelangen. Kleinschrittigkeit ermöglicht hier das frühzeitige Erkennen von Fehlschlüssen und Sackgassen auf dem Weg zum Erfolg.

6. Tests

In ausführlichen Tests können die entwickelten Prototypen und Ideen ausführlich getestet und analysiert werden. Die kontinuierliche Konkretisierung von weitergeführten Lösungsansätzen trägt dazu bei mit den gesammelten Daten die eigenen Ideen zu validieren und letztendlich das Problem nutzerorientiert zu lösen.

Schritt für Schritt zum Erfolg

In der Praxis ist eine Umsetzung dieser Schritte zwar einfach möglich, selten führt aber eine Abfolge bereits zum Erfolg. Hürden können aber „einfach“ überwunden werden, indem man ein paar Schritte zurück macht. Die verschiedenen Phasen des Design Thinking können beliebig oft wiederholt werden. Stellt man beispielsweise beim Prototyping fest, dass wichtige Daten innerhalb des Innovationsfeldes fehlen, ist eine Rückkehr zur Observation und Datensammlung kein Rückschritt, sondern erwünscht – bei erneutem Durchlaufen, werden potenzielle neue Ideen gewonnen, die den gesamten Prozess voranbringen.

Vorteile von Design Thinking im Überblick:

    • Nutzerzentrierung: Dein Kunde im Fokus – die Welt, durch die Brille des Endverbrauchers zu betrachten, macht das Design Thinking so effektiv. Bedürfnisse und Probleme werden intensiv durchdrungen und können entsprechend angegangen werden.
    • Iterative Prozesse: Design Thinking fördert iterative Schleifen von Prototyping und Testing. Dabei können Lösungen kontinuierlich und effektiv generiert werden.
    • Interdisziplinäre Teams: Je bunter, desto besser – Teams, die Design Thinking betreiben, können sich aus ganz verschiedenen Charakteren mit unterschiedlichen Hintergründen zusammensetzen. Die Kreativität aller wird gefördert und gefordert.
    • Spontanität während der Ideenfindung. Gegenseitige Inspiration und Weiterentwicklung
    • Reproduzierbarkeit der Methode in unabhängigem Setting.
    • Generation verschiedener Ideen basierend auf gewonnenen Erkenntnissen.

Design Thinking annehmen und etablieren

Abschließend lässt sich sagen, dass der Schlüssel zur Entfesslung der Kreativität und Innovation im Unternehmen durch Design Thinking in der systematischen Herangehensweise an Probleme und der Fokussierung auf den Nutzer liegt.

Die sechs vorgestellten Schritte – von der tiefgründigen Problemanalyse über die Ideengenerierung bis hin zum iterativen Prototyping und Testing – bieten einen strukturierten Rahmen. Dies ermöglicht Teams ihre kreativen Fähigkeiten vollständig auszuschöpfen und Lösungen zu entwickeln, die nicht nur innovativ, sondern auch zutiefst relevant für die Zielgruppe sind.

Indem Unternehmen eine Kultur der Offenheit, Interdisziplinarität und kontinuierlichen Verbesserung fördern, können sie die Vorteile von Design Thinking optimal nutzen. Dies führt nicht nur zu einer Steigerung der Innovationsfähigkeit, sondern auch zu einer nachhaltigen Verbesserung der Unternehmenskultur und -leistung. Die Anwendung von Design Thinking erlaubt es, in einem sich ständig verändernden Marktumfeld wettbewerbsfähig zu bleiben und den Anforderungen der Nutzer immer einen Schritt voraus zu sein.

Um die Innovationskultur in Ihrem Unternehmen nachhaltig zu beleben, ist es entscheidend, Design Thinking nicht als einmalige Initiative, sondern als fortlaufenden Prozess zu begreifen. Durch regelmäßige Workshops und die Integration der Design-Thinking-Prinzipien in die tägliche Arbeit, kann eine Atmosphäre geschaffen werden, in der Innovation gedeiht. Letztlich ist es die Bereitschaft, bestehende Denkmuster zu hinterfragen und kontinuierlich nach Verbesserungen zu streben, die es Unternehmen ermöglicht, ihre Kreativität zu entfesseln und echte Innovationen zum Leben zu erwecken.

Innovation und Kreativität sind keine Zufallsprodukte, sondern das Ergebnis eines wohlüberlegten Prozesses, der durch Techniken wie Design Thinking unterstützt wird. Durch die Anwendung dieser Methode können Sie nicht nur die Innovationskultur in Ihrem Unternehmen stärken, sondern auch sicherstellen, dass Ihre Produkte und Dienstleistungen die Bedürfnisse Ihrer Nutzer erfüllen und übertreffen. Beginnen Sie heute damit, Ihre Kreativität zu entfesseln, und beobachten Sie, wie Ihre Ideen zum Leben erweckt werden.

Du möchtest mehr über Design Thinking erfahren, oder in Deinem Unternehmen einen Design-Thinking-Workshop hosten und hättest dabei gerne Unterstützung von Experten? Melde Dich gerne jederzeit bei uns!

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